Zehn Schulen waren dabei und Wismar sehr erfolgreich

Ja oder nein? Klar und eindeutig werden die Fragen formuliert, ganz schwer ist ihre Beantwortung und noch schwerer ist eine klare Antwort: ja oder nein.
Seit über zwölf Jahren gibt es den Rhetorikwettbewerb Jugend debattiert und mehr als 200.000 Schüler aus ganz Deutschland nehmen daran jährlich teil. In Mecklenburg- Vorpommern gibt es vier Regionalverbünde, in denen die Ausbildung der Schüler und der Lehrer organisiert wird. Anfang des Schuljahres begann in den einzelnen Klassen in unterschiedlichen Unterrichtsfächern die Ausbildung in der Methode Jugend debattiert, jeder Schüler kann teilnehmen, nur der Lehrer braucht eine spezielle Ausbildung in dieser Unterrichtsmethode. Dann folgen die Klassen- und Schulwettbewerbe und zur Finalrunde des Regionalverbundes Schwerin trafen sich in diesem Jahr zehn Schulen mit ihren qualifizierten Startern im Hauptmann- Gymnasium Wismar.


Jeder Teilnehmer erhält drei Fragen, auf die er sich jeweils vorbereiten muss, denn die Sachkenntnis ist später für die Jury von großer Bedeutung. Dann beginnt die Zeit der Recherche, im Internet, bei Lehrern und Eltern, alle Informationen werden gesammelt. Die Zusammensetzung der Debattenrunden wird durch den Computer ermittelt und dann steht man im Finale des Regionalverbundes im Zeughaus in Wismar. Sollen regionale Dialekte in der Schule unterrichtet werden? Soll ein Mindestgewicht für Models festgelegt werden? Zum Beispiel solche aktuellen, aber auch sehr anspruchsvolle Fragen wurden in diesem Jahr für die Schüler in den Sekundarstufen 1 (Klasse 8-9) und Sek. 2 (Kl. 10- 12) ausgewählt.

Aus Wismar sind fünf Schulen für diesen Wettbewerb registriert, zwei nahmen in diesem Jahr an der regionalen Runde teil. Und tatsächlich standen zwei  Wismarer Schüler im Finale!

Soll die nächtliche Beleuchtung in den Kommunen eingeschränkt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich Aurel Fislage vom GHG auf der Pro 2 Seite. Er bot eine gute Leistung, seine Finalgegner waren etwas besser und so belegte Aurel einen guten vierten Platz. Soll die Schullaufbahnempfehlung in MV verbindlich werden? Diese Frage war für die jüngeren Starter nicht einfach. Nach zwei Vorrunden standen vier Mädchen aus Schwerin, Grevesmühlen und Wismar im Finale. Auf dern Pro 1 Position konnte Julia Reichelt vom GHG Wismar gleich engagiert loslegen und ihren Mitdebattanten Argumente servieren. Sie gewann den Wettbewerb vor Marica Komarow (Grevesmühlen), Charlotte Kamrath (Schwerin) und Laura Zander (Grevesmühlen).

Die jeweils beiden Erstplatzierten ihrer Altersklassen werden nun an einem Rhetorikseminar in Schwerin teilnehmen und sich auf das Landesfinale vorbereiten. Auf jeden Fall haben das gesunde Frühstück von der AOK Nordost und die sehr gute Organisation von Dr. Michaelsen (GHG) mit ihren fleißigen Helfern um Anne Seißelberg zu dieser sehr gelungenen Finalveranstaltung beigetragen.